AndersNormal !


      Potenzial Hochsensibilität

 

Herzlich willkommen! 

Ich freue mich über Ihren Besuch und Ihr Interesse am Thema Hochsensibilität. Auf den folgenden Seiten können Sie sich grundlegend über das Phänomen dieser besonderen Wahrnehmungskompetenz und über mein Angebot informieren.
 

AndersNormal ist Anlaufstelle, Plattform und (Schutz-)Raum für Menschen mit hochsensibler Wahrnehmungskompetenz.

AndersNormal möchte dazu beitragen, dass das Potenzial Hochsensibilität als solches erkannt, entfaltet und gelebt wird.
AndersNormal ist Ansprechpartnerin bei Fragen rund um das Thema und bietet die Möglichkeit, mit sich und anderen in Kontakt zu kommen, von und mit anderen zu lernen.
AndersNormal begleitet hochsensible Menschen auf ihrem Weg und bietet Raum, um sich zu entdecken, zu erproben, neu zu erfinden, zu entfalten, zu wachsen, zu fühlen und zu handeln.
AndersNormal ist vernetzt und arbeitet mit Kooperationspartner*innen zusammen. 
AndersNormal ist offen für Neues.

Hinter AndersNormal steht

 Anette Eßer  
Diplom-Pädagogin, Elternberaterin, SchulCoach, Dozentin in der Erwachsenenbildung, Dienende im Malort.
Mitglied des Informations- und Forschungsverbundes Hochsensibilität e.V. (IFHS)

Inhaltliche Schwerpunkte meiner Arbeit:
Stärkung und Erweiterung der (inneren) Ich-Grenze / Grenzvisualisierungen nach Dr. med. Klaus Blaser
Gefühlsarbeit / Arbeit mit dem Gefühlskompass nach V. Dittmar
Heilung der inneren Beziehung / Focusing
Inneres FreiRaum - Schaffen

 

Meine HSP-Geschichte 

Eine zentrale Erfahrung zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben: Ich bin irgendwie anders!

Und obwohl ich mich häufig sehr bemüht und angestrengt habe mitzuhalten und dazu zu gehören, stieß ich immer wieder auf Grenzen: meine Grenzen. Meine Grenzen als hochsensible Person. Als ich vor 6 Jahren zum ersten Mal davon erfuhr, stellte sich eine große Erleichterung ein, hervorgerufen durch die Erkenntnis, dass es gute Gründe für mein Anders-Sein gibt. Sie war der Schlüssel zu einem wesentlichen und bis dahin ungeliebten Teil meiner Identität, den ich als Quelle der immer wieder erlittenen Entfremdung mir und anderen gegenüber empfand. 

Die Botschaft: "Es liegt nicht daran, dass du es nicht kannst, es liegt daran, dass du anders bist. Also hör auf damit, dich mit anderen zu vergleichen. Ein Apfel ist ein Apfel und eben keine Birne: Sei, werde du selbst!" hat mich sehr bewegt. Sie verändert seitdem mein Leben. Deshalb traf ich 2013 die Entscheidung, die Hochsensibilität zu einem meiner Schwerpunktthemen zu machen. Die Erfahrung, wie erleichternd und bereichernd das Wissen um diese Gabe sein kann, hat in mir den Wunsch geweckt, auch anderen Menschen diese Erfahrung zu ermöglichen - und dann noch ein paar Schritte weiter zu gehen: vom Defizit zur Potenzialentfaltung.

 

Der etwas andere Lebenslauf ...

Ich wurde 1963 in Wuppertal als einzige Tochter einer Ost-West-Verbindung geboren. Meine Eltern gehören der Kriegsgeneration an, haben den 2.Weltkrieg als Kinder erlebt und sind in das Trauma ihrer Eltern, meiner Großeltern, hineingeboren worden. Meine Oma mütterlicherseits habe ich nie kennen gelernt, an meinen Opa habe ich nur ein, zwei Erinnerungsbilder, die entstanden sind, als er unsere kleine Familie in Wuppertal besuchte.

Meine Mutter ist Anfang der 1950er Jahre in den Westen geflohen, sie war damals 16 Jahre alt. Der Krieg sowie die anschließende russische Besetzung haben sie stark traumatisiert. Hinzu kommt die frühe Trennung von der Mutter. Meine Mutter war drei Jahre alt, als meine Großmutter meinen Großvater und die Kinder verließ. Daraus entstand eine tiefe "Mutterwunde", die bis heute nicht heilen konnte.

Meinen Opa väterlicherseits habe ich ebenfalls nicht kennen lernen können, da er bereits verstorben war, als ich auf die Welt kam. Zu meiner Oma hatte ich eine innige und tiefe Verbindung. Bei und mit ihr habe ich als Kind viel Zeit verbracht. Ich liebte ihre Geschichten, unsere Spaziergänge, die regelmäßigen Zoobesuche und das gebratene Hähnchen am Sonntag. Als damals einziges Enkelkind genoss ich ihre ganze Aufmerksamkeit. Von ihr habe ich mich wirklich geliebt gefühlt. Meine Oma war sehr "kinderlieb", wie man früher sagte. Sie hat während es Krieges drei Kinder aufgenommen und eins davon vor dem Tod gerettet und später adoptiert. Mein Vater wuchs also mit Geschwistern, jedoch ohne Vater auf, da dieser als Soldat in den Krieg gezogen und danach über sieben Jahre in russischer Gefangenschaft war. Er kam als schwer traumatisierter, stummer und kranker Mann zurück und starb an den Folgen dieser Erfahrungen. Er ist für meinen Vater ein Fremder gewesen und geblieben.

Meine beiden Eltern wissen, was Mangel bedeutet. Sie haben als Kinder Hunger und eine tiefe existentielle Angst erlebt. Beide kamen aus "ärmlichen Verhältnissen" und konnten sich in den ersten Jahren ihrer Beziehung keine eigene Wohnung leisten. 

Als sie diese dann endlich fanden und bezogen, kam kurz darauf ich zur Welt. Da ein längerer Verdienstausfall nicht tragbar war, ging meine Mutter nach sechs Wochen wieder arbeiten, als Serviererin in einem Café, in der Straße, in der wir auch wohnten. Ich stand dann im Kinderwagen in einem Raum hinter der Theke und war die überwiegende Zeit mir selbst überlassen. - Fortsetzung in Arbeit :-)

 

                                         Noch etwas Grundsätzliches: 



Hochsensible Menschen sind weder "besser" noch "schlechter" als normalsensible. Sie sind einfach nur anders: 

                                        AndersNormal!